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2013-2015: Schlüsselübergabe Funktionsgebäude
Offizielle Einweihung des neuen Funktionsbauwerks
Das neue unterirdische Funktionsbauwerk auf der Wachtenburg umfasst WC, Lager- und Technikräume sowie einen Museumsraum. Nach langer Planung, aufwendigen archäologischen Grabungen und rund einjähriger Bauzeit übergab Architekt Marc Sattel am vorletzten Freitag vor zahlreichen Gästen den Schlüssel an Stadtbürgermeister Torsten Bechtel und Förderkreisvorsitzenden Dieter Weilacher.


Nach der Schlüsselübergabe und einem Rundgang durch das neue Gebäude sprachen mehrere Redner. Dieter Weilacher, Vorsitzender des Förderkreises zur Erhaltung der Ruine Wachtenburg e.V., schilderte ausführlich die jahrelange Entstehungsgeschichte des Bauwerks. Besonders hob er die rund zweijährigen archäologischen Grabungen hervor, bei denen die Förderkreismitglieder insgesamt 7.000 freiwillige Arbeitsstunden leisteten. Doch nicht nur der Förderkreis, auch die Stadt Wachenheim ging bei diesem Projekt „an ihre Grenzen” — so Stadtbürgermeister Torsten Bechtel. Die Stadt trägt als Bauherr mit 422.000 Euro den grössten Teil der Gesamtkosten von rund 970.000 Euro. Über das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium flossen 360.000 Euro EU-Fördergelder, und der Förderkreis selbst steuerte 130.000 Euro bei. Bechtel zeigte sich überzeugt, dass sich diese Investition gelohnt hat, denn die Wachtenburg sei heute mehr denn je „ein touristischer Leuchtturm” in der Region. Vor allem gelang es bei dieser anspruchsvollen Bauaufgabe, 250 m² Nutzfläche zu schaffen, ohne den Charakter der Burg zu zerstören — so Architekt Marc Sattel. Vorhandene Bauteile wie die ausgegrabenen historischen Mauern fügen sich harmonisch in die Burg ein; neue Bauteile setzen sich bewusst und erkennbar von der alten Substanz ab. Alle Redner lobten die hochwertige Arbeit der beteiligten Firmen und dankten für deren grosses Engagement.
Die Grüsse des Kreises Bad Dürkheim und der Landrätin Sabine Röhl überbrachte der Kreisbeigeordnete Erhard Freunscht. Für ihn ist die Arbeit des Förderkreises „bestes Beispiel für Engagement und Ehrenamt” und die Wachtenburg eine „Perle” an der Weinstrasse. Auch Verbandsbürgermeister Udo Kittelberger beglückwünschte die Stadt Wachenheim zu einem Bauwerk, das die kulturelle Identität der Menschen hier prägt. Er sprach von einem „wunderschönen Tag für die Verbandsgemeinde”. Nach dem Grusswort des Friedelsheimer Ortsbürgermeisters Walter Hafner überreichte Klaus Panzer dem Förderverein im Namen des Heimatvereins ein rund 100 Jahre altes Gemälde der Burg vom Wachenheimer Maler Niedhammer. Es wird künftig einen gebührenden Platz im neuen Museumsraum finden — ebenso wie das anschliessend von Hermann Beimborn für den Arbeitskreis Historie im Heimatverein überreichte Faksimile einer historischen Urkunde, die eine Lehensvergabe an der Wachtenburg beschreibt.